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Den Club100 habe ich vor einem Jahr aus zwei Gründen entworfen. Zum einen wollte ich ein Weiterbildungskonzept entwickeln, welches eine Person beim Aufbau eines eigenen Online Business von A bis Z führt, dabei betreut und begleitet. Zum anderen wollte ich anhand der genau 100 Teilnehmer (m/w) herausfinden, wie viele an der Zielerreichung tatsächlich scheitern.

Der Hintergrund dafür war die scheinbar extrem hohe „Scheiterungsquote“ in unserer Branche. Es gibt zwar keine stichhaltige Statistik darüber, aber gesehen an den zahlreichen Kunden, die immer wieder und wieder Kurse in dem Bereich kaufen, aber kein erfolgreiches Webprojekt auf den Markt bringen lag diese Scheiterungsrate bei gefühlten 97%.

Ich fand das sehr traurig und hatte mit dem Club100 die Hoffnung jedem den Erfolg zu bringen, der es auch wirklich will.

Der Weg mit den 100 Teilnehmern über die offiziellen 8 Monate und darüber hinaus inoffiziell bis jetzt war unglaublich intensiv, anstrengend, nervenaufreibend, zum Teil enttäuschend, zusammenschweißend aber auch freudig, zufriedenstellend und vor allen Dingen erkenntnisreich.

Insgesamt gab es 35 Wochenlektionen, die jeden noch so kleinen Schritt (eher Klick) vorgemacht haben und gleichzeitig die Reihenfolge des Businessaufbaus vorgaben. Es gab bisher 22 Webinare, eines folgt noch zum Abschluss, in denen ich alle noch offenen Fragen, die jeder hatte individuell beantwortet habe. Über 1260 Mails erreichten mich zu strategischen und taktischen Fragen abhängig von den Projektthemen und Ideen.

Zusätzlich war Jürgen Schnick über 330 Stunden eingespannt, um technische Fragen zu beantworten oder um gleich die gesamte Bloginstallation und Optimierung vorzunehmen. Zur Abrundung gab es dann noch für jedes der 100 Projekte monatliche Fortschrittskontrollen bei denen jedes Projekt unter die Lupe genommen wurde und wenn nötig individuelle „Notfallpläne“ und dringende To-Dos aufgestellt wurden.

Es konnte also nichts schief gehen… eigentlich.

Ich möchte nun die Ergebnisse bekannt geben, anschließend analysieren, warum einige Teilnehmer erfolgreich waren und andere nicht und welche Erkenntnis ich selbst für mich und mein Unternehmen in den letzten Monaten daraus gezogen habe und welche Konsequenzen das für mein zukünftiges unternehmerisches Tun haben wird.

In einer Excel Tabelle wurde jeder Teilnehmer des Club100 und dessen Projektfortschritt aufgeführt und nach jeder Projektfortschrittskontrolle aktualisiert.

Die 10 grau hinterlegten und in rot geschriebenen Teilnehmer ganz unten mussten aus gesundheitlichen oder anderen privaten Gründen das Projekt abbrechen und bekamen je nach Teilnahmedauer ganz oder teilweise den Kursbeitrag zurück erstattet.

Von hell grün bis orange waren alle Teilnehmer (54 Personen) aufgeführt, die ihr Webprojekt also vor allen Dingen den Blog installiert haben und so online gingen.

Davon wurden 9 Projekte mit sehr gut (hell grün) bewertet, da sie die Kursziele (Täglich 100 Besucher, 500 Newsletter Abonnenten, und ein fertiges digitales Infoprodukt) bereits erreicht haben oder in Kürze erreichen werden. Auf diese Teilnehmer bin ich extrem stolz und dankbar, dass sie mir und allen anderen bewiesen haben, dass die Inhalte des Club100 funktionieren, sofern man sie 1:1 gewissenhaft und mit starkem Willen umsetzt und bis zum Schluss dran bleibt und nicht aufgibt! Danke!!!

Ebenso ein Lob haben die Teilnehmer verdient, deren Webprojekte mit gut (dunkel grün, 16 Leute) bewertet wurden. Sie stehen den sehr guten lediglich in kleineren Details wie dem Design oder der Zielgruppenansprache etwas nach. Ansonsten sind das Projekte mit großem Potential und auf einem guten Weg. Dran bleiben!

Bei den blauen Teilnehmern steht zwar das Projekt, es fehlt aber entweder noch die Integration des E-Mail-Marketing Prozesses (6 Leute) oder es wurden zu wenig richtig gute Inhalte publiziert, was zu wenigen Besuchern führt (7 Leute). Schaut euch die jeweiligen Contentmarketing oder E-Mail-Marketing Schulungen nochmals an und holt das nach, es ist wichtig!

Die vier gelb markierten hatten noch kein Projekt online gebracht, hatten dafür aber gute Gründe und mussten das Fortführen des Kurses zeitlich nach hinten verschieben. Ich hoffe, sie tun es auch und wünsche viel Erfolg dabei!

Nun komme ich aber zu der Zahl, die mich geschockt und erschrocken hat: 32 Personen, die ursprünglich an dem Kurs teilnehmen wollten, haben nichts Ersichtliches von den wöchentlichen Lektionen umgesetzt und haben auf meine Mails aufgrund der ersten Projektfortschrittskontrollen nicht reagiert oder mir Gründe für das fehlende Umsetzen genannt.

 

Was unterscheidet die erfolgreichen Teilnehmer von den anderen?

Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass es ganz unterschiedliche Faktoren sein würden, die den Unterschied ausmachen sollten und war umso überraschter, als ich feststellte, dass es nur eine einzige Sache war, die die erfolgreichen Teilnehmer von den gescheiterten Teilnehmern unterscheiden sollte:

Es war die Leidenschaft für das Thema verbunden mit dem Wille, sein tiefes Wissen dazu mit anderen zu teilen, um diesen damit wirklich zu helfen.

Es war also das Motiv, das den Unterschied machte. Weg vom Motiv „ich mache das, um Geld zu verdienen“ hin zu dem Motiv „ich mache das, um mit meinem Wissen, mit meiner Leidenschaft das Leben anderer zu verbessern“!

Diese Erkenntnis hat mich in meinem neuen Firmenamen „Spreadmind“, der genau diese Verbreitung des Geistes, des Denkens und des tiefen Wissens verkörpert absolut bestätigt.

Vor allen Dingen an zwei Punkten während des Kurses konnte ich das Scheitern auf diese Ursache deutlich zurückführen:

–       Mit dem Motiv „Geld verdienen“ ist es den Teilnehmern extrem schwer gefallen, eine Nische zu finden und sich darin spitz zu positionieren. Sie haben sich nur an quantitativen Faktoren wie Nachfrage und Kaufkraft orientiert anstatt zusätzlich an den qualitativen Faktoren. Für die anderen war es hingegen eine Leichtigkeit, da sie die Schmerzen, Sorgen, Ängste und Frustrationen der Zielgruppe ihres Themas bereits kannten. So ging es bei diesen Teilnehmern viel weniger darum, eine lukrative Nische zu finden, sondern darum, sich mit seiner Leidenschaft nur noch passend zu positionieren. Die Nische kam wie von allein.

Da habe ich dann auch gemerkt, dass Vertreter einer Leidenschaft sich nicht zwanghaft eine Nische suchen müssen, sondern sich lediglich für die Kernprobleme ihrer Zielgruppe passend mit Ihren Lösungsansätzen positionieren sollten.

–       Die Personen, die nicht schon seit Jahren mit Spaß und Freude für Ihr Thema brannten hatten keine Fantasie. Sie wussten überhaupt nicht, zu was sie Artikel hätten schreiben können. Geschweige denn, dass ihnen Inhalte für eBooks, Audio- und Videokurse eingefallen wären. Sie hatten keine Grundlage, keine Kenntnisse darüber, was der Zielgruppe fehlt und auch nicht darüber, mit was man diese Lücken hätte schließen können.

Die Experten hingegen hatten schneller den inhaltlichen Rahmen mit Kapiteln für das erste eBook, als ich schauen konnte. Der Unterschied war wirklich extrem deutlich

Mein Lieblingsbeispiel dafür ist die Hundetrainerin Claudia Hußmann

Erste Ergebnisse von Claudia im Club100 Forum von AFOMA

Erste Ergebnisse von Claudia im Club100 Forum von AFOMA

Claudia ist seit 15 Jahren Hundetrainerin und es ist einfach wunderbar mit wie viel Hingabe, Liebe und Engagement sie an dieses Thema ran geht. Das spürt man auch in ihren Videos, die authentisch und mit einer Leichtigkeit rüber kommen, weil sie inhaltlich fest im Sattel sitzt und es sich erlauben kann frei Schnauze in die Kamera zu reden.

Sie kennt die Probleme Ihrer Zielgruppe wie kein zweiter und so konnte sie sich an die Umsetzung des Club100 festbeißen, weil sie sich nicht parallel dazu auch noch Expertenwissen im eigenen Gebiet beibringen musste.

Pünktlich zum offiziellen Ende des Lehrgangs hatte Claudia zwischen 300 und 500 Besucher täglich auf ihrem Welpenerziehungs Blog, hat einige hundert Interessenten in ihrer E-Mail-Liste und konnte vor ein paar Wochen ihr erstes 97€ Info-Produkt launchen, was ihr in den ersten 10 Tagen meines Wissens einen vierstelligen Umsatz eingebracht hat.  (Claudia korrigiere mich, sollte ich was falsch gesagt haben.)

Meine Konsequenzen aus dieser Erkenntnis

Wie oben kurz beim neuen Firmennamen angedeutet, schimmern einige Vorkehrungen aus diesen Erkenntnissen schon seit ein paar Wochen hervor. Doch die Änderungen in den kommenden Monaten dieses Jahres werden weitaus einschneidender sein. Für mein Unternehmen, für meine bisherigen Interessenten und Kunden und auch für mich persönlich.

Der Club100 hatte auf Grundlage der mit sehr gut und gut bewerteten Webprojekte zwar eine Erfolgsquote von ca. 25%. Doch das ist für mich persönlich unbefriedigend. Ich möchte solche Erfolgsgeschichten wie die von Claudia am fließenden Band hervorbringen und nicht, dass sie eine Ausnahme darstellen.

Das geht jedoch nur, wenn ich in Zukunft ausschließlich denen helfe, die nicht das Motiv des „Geld verdienens im Internet“ in sich tragen sondern denen, die das Leben anderer mit ihrem Wissen verbessern wollen. Diese will ich mit allem was mir zur Verfügung steht dabei unterstützen, ihr Wissen zu verbreiten.

In den letzten Jahren habe ich mich bereits von einigen Kooperationspartnern etwas zurückgezogen, deren Motiv im Gegensatz zu meinem stand. Heute ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich nun sogar auch von sicherlich vielen meiner bisherigen Kunden und Newsletter Lesern verabschieden werde.

Ich habe mich entschieden, mich komplett neu zu positionieren. Meine Zielgruppe wird deshalb von nun an einen deutlichen Wandel vollziehen. Die ca. 80%, die sich bei mir hauptsächlich mal eingetragen haben, um Geld im Internet zu verdienen werden von mir unter diesem Deckmantel in Zukunft keine Kurse mehr finden.

Viel mehr ist es mein Ziel, dass aus den 20%, die schon für ein Thema leidenschaftlich brennen und dazu ihr Wissen im Internet verbreiten wollen, irgendwann mal 100% werden. Diesen möchte ich dann mit einer ganzheitlichen Weiterbildungsreihe in Zukunft zur Seite stehen.

 

Die neue Zielgruppe von AFOMA

Die neue Zielgruppe von AFOMA werden Menschen sein, die bereits seit Jahren Experte in ihrem Thema sind und nun nach Möglichkeiten suchen, ihr Wissen übers Internet zu verbreiten.

Das sind also vorwiegend Coaches, Trainer, Speaker, Berater und Fachautoren, die sich bereits ein tiefes Expertenwissen angeeignet haben und denen ich nicht erst noch vorschlagen muss, für was sie sich denn interessieren könnten.

Wie ich mich mit AFOMA konkret für diese neuausgerichtete Zielgruppe positionieren werde, wird man schon in ca. einem Monat live erleben können. Dann wird AFOMA einem frühlingshaften Wandel unterzogen.

Bis dahin danke ich allen Teilnehmern des Club100. Denen, die mir bewiesen haben, dass meine Kurse funktionieren, wenn man das richtige Motiv hat aber auch denen, die mir die Augen geöffnet haben!

Bei euch Lesern, die sich nun von mir „trennen“ werden hoffe ich, dass ihr mir nicht böse seid und mich etwas verstehen könnt und bedanke mich für die zum Teil jahrelange Begleitung und wünsche euch auf dem nun nicht mehr gemeinsamen Weg zum erfolgreichen Internetmarketer alles Gute!

Und wer sich als Coach, Trainer, Speaker, Berater oder Fachautor mit bereits wirklichem Expertenwissen und Leidenschaft für sein Thema angesprochen fühlt und nach mehr Online-Reichweite sucht, den begrüße ich auch gerne weiterhin bei AFOMA!

Alles Liebe euer Mario Schneider!

Wichtiges Update: Das heißt nicht, dass ich jetzt die bisher untätigen Club100 Teilnehmer “raus schmeiße”. Jeder der Teinehmer hat natürlich weiterhin Zugang zu allen Lektionen und Webinaraufzeichnungen des Club100 und kann diese in Zukunft immer noch umsetzen, was mich natürlich sehr freuen würde!